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Wall Street steigt vor der Ankündigung der Fed.

19 March 2025 By

Die US-Aktienindizes steigen am Mittwoch, während die Wall Street auf die Stellungnahme der Federal Reserve am Nachmittag zur möglichen Zinsentwicklung wartet.

Der S&P 500 legte im Morgenhandel um 0,7 Prozent zu. Der Dow Jones Industrial Average lag bis 10:30 Uhr Eastern Time um 237 Punkte bzw. 0,6 Prozent im Plus, der Nasdaq Composite um 0,9 Prozent.

Der relativ ruhige Handel ist eine Erholung nach den wochenlangen starken und beängstigenden Schwankungen am US-Aktienmarkt. Es herrscht große Unsicherheit darüber, wie viel Druck Präsident Donald Trump der Wirtschaft zumuten wird, um das System nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Er hat erklärt, er wolle Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe zurück in die USA und deutlich weniger Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

Trumps Flut von Ankündigungen zu Zöllen und anderen politischen Maßnahmen hat für so viel Unsicherheit gesorgt, dass Ökonomen befürchten, dass amerikanische Unternehmen und Privathaushalte ihre Ausgaben einfrieren und einschränken könnten.

Sollte die Konjunktur zu stark schwächeln, könnte die Fed die Zinsen senken, um sie anzukurbeln, wie sie es in vielen früheren Abschwüngen getan hat. Sie hat viel Spielraum für Senkungen, da ihr Leitzins derzeit zwischen 4,25 und 4,50 Prozent liegt.

Doch die Bedingungen für die Fed könnten dieses Mal komplizierter sein. Neben der Ankurbelung der Konjunktur würden Zinssenkungen auch die Inflation in die Höhe treiben, und die Inflationssorgen sind aufgrund der Zölle bereits groß. Die Fed verfügt über kein wirksames Instrument, um die sogenannte „Stagflation“ zu bekämpfen, bei der die Wirtschaft stagniert, die Inflation aber hoch bleibt.

Nahezu die gesamte Wall Street geht davon aus, dass die Fed heute Nachmittag keine Änderung ihres Leitzinses bekannt geben wird, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Der Arbeitsmarkt scheint sich derzeit insgesamt relativ stabil zu präsentieren, nachdem die Wirtschaft im vergangenen Jahr mit einem soliden Tempo abgeschlossen hatte.

Wichtiger für Anleger dürften die Prognosen sein, die die Notenbank nach der Sitzung veröffentlicht. Diese werden zeigen, wie sich die Zinsen, die Konjunktur und die Inflation nach Einschätzung der Fed-Vertreter in den kommenden Jahren entwickeln werden.

Händler gehen davon aus, dass die Fed die Zinsen bis Ende 2025 mindestens zwei- oder dreimal senken wird.

An der Wall Street stützte Nvidia den Markt, nachdem die Aktie um 1,4 Prozent zulegte und damit ihren Jahresverlust auf 12,9 Prozent reduzierte. Laut UBS-Analysten um Timothy Arcuri veranstaltete das Unternehmen am Dienstag eine Veranstaltung, bei der es „gute Arbeit leistete, den Fahrplan darzulegen“ und Spekulationen entgegentrat, dass die Nachfrage nach Rechenleistung in der KI-Branche nachlässt.

Tesla legte ebenfalls um 2,7 % zu, nachdem es zuvor zwei Mal in Folge um jeweils rund 5 % gefallen war. Für 2025 liegt das Unternehmen bisher immer noch bei einem Minus von 42,7 %. Tesla kämpft mit der Sorge, dass Kunden von den Bemühungen von CEO Elon Musk, die Ausgaben der US-Regierung zu kürzen, abgeschreckt werden.

Im Mittelpunkt der jüngsten Verkaufswelle am Markt standen im Allgemeinen die großen Technologieunternehmen, da Aktien, deren Dynamik zuvor unaufhaltsam schien, seitdem stark gefallen sind, nachdem Kritik laut wurde, sie seien schlicht zu teuer geworden.

Auf der Verliererseite der Wall Street stand am Mittwoch General Mills, dessen Aktien um 2,3 Prozent fielen, obwohl das Unternehmen für das letzte Quartal einen höheren Gewinn als von Analysten erwartet gemeldet hatte.

Der Umsatz des Müsli- und Snackherstellers blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück, was unter anderem auf rückläufige Snack-Verkäufe zurückzuführen ist. General Mills senkte zudem seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das gesamte Geschäftsjahr, unter anderem weil das Unternehmen erwartet, dass die makroökonomische Unsicherheit seine Kunden weiterhin beeinträchtigen wird.

An den ausländischen Aktienmärkten gab der japanische Nikkei 225 um 0,2 Prozent nach, nachdem die Bank of Japan wie erwartet ihre Zinssätze unverändert ließ. Japan meldete für Februar ebenfalls einen Handelsüberschuss. Die Exporte stiegen um mehr als 11 Prozent, da die Hersteller sich beeilten, den von Trump verhängten steigenden Zöllen zu entgehen.

Andere Indizes waren in Europa und Asien gemischt.

Auf dem Anleihemarkt sank die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen von 4,31 % am späten Dienstag auf 4,30 %.

Source: https://buystocks.co.uk/news/wall-street-rises-ahead-of-fed-announcement/