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Ist es sicher, den S&P 500-Index zu kaufen, nachdem er von der horizontalen Unterstützung abgeprallt ist?

Mircea Vasiu

Der S&P 500 erholt sich zu Beginn der neuen Handelswoche von der horizontalen Unterstützung. Ist es jetzt an der Zeit, „long“ zu gehen?

Der US-Aktienmarkt beendete die vergangene Woche auf seinen Tiefstständen und erschreckte die Anleger. Der Wochenschluss setzte die Bullen unter Druck, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Ausverkauf aggressiv und breit angelegt war.

Allerdings erholte sich der Markt gestern. Der S&P 500 erholte sich am Montag, als die Anleger sich beeilten, den Dip zu kaufen. Ist es also sicher, den S&P 500-Index zu kaufen, nachdem er von der horizontalen Unterstützung abgeprallt ist?

Die nächsten Quartale könnten für Börsenanleger schwierig werden

Betrachtet man den vierjährigen Präsidentschaftszyklus, könnten die nächsten paar Quartale für Aktienmarktanleger schwierig werden. Historisch gesehen sind sie zwei der schwächsten, und daher ist Vorsicht geboten.

Es ist jedoch wichtig zu sehen, was als nächstes passiert. Nach dem zu urteilen, was uns die Geschichte sagt, warten langfristige Anleger auf die Chance, bei einem bedeutenden Einbruch noch mehr hinzuzufügen.

Wie sieht es mit dem technischen Bild aus?

Das technische Bild ergänzt die mögliche Schwäche in den kommenden Quartalen. Tatsächlich erholte sich der Aktienmarkt gestern von der horizontalen Unterstützung, aber es könnte genau das sein – ein Aufschwung.

Die horizontale Stütze scheint der Halsausschnitt eines Kopf- und Schultermusters zu sein. Ein Tagesschluss unter 4.200 würde den Markt stärker unter Druck setzen, da Leerverkäufer auf eine Bewegung in Richtung der gemessenen Bewegung drängen würden.

Daher sollte man einen Anstieg auf 3.600 nicht ausschließen, sollte die Unterstützung von 4.200 nachgeben.

Welche Ereignisse könnten den Aktienmarkt in der kommenden Zeit bewegen?

Für Börsenanleger stehen in diesen Tagen drei Bereiche im Fokus: der Konflikt in Osteuropa, die heimische Inflation und die Geldpolitik der Fed.

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat die westlichen Nationen erschüttert. Die darauf folgende Sanktionswelle hat enorme Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, und der Aktienmarkt kann nicht gleichgültig bleiben. Daher können alle neuen Entwicklungen im Konflikt die Märkte stark bewegen.

Die Inflation läuft heiß in den USA. Einige sagen, dass es seinen Höhepunkt erreicht hat, aber wir müssen noch die Beweise sehen. In der Zwischenzeit sind die Anleger besorgt, dass die Maßnahmen der Zentralbank nicht ausreichen, um die Inflation von einem Vier-Jahrzehnt-Hoch zu senken.

Apropos Zentralbank: Der Markt hat eine aggressive geldpolitische Straffung der Fed eingepreist. Daher können Änderungen der Markterwartungen hinsichtlich der Anzahl der Zinserhöhungen im Jahr 2022 auch scharfe Reaktionen am Markt auslösen.