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Ist der Rückgang des S&P 500 vorbei? Das sagen die Charts

Mircea Vasiu

Anleger haben den Einbruch des S&P 500 gekauft, der durch den geopolitischen Schock verursacht wurde, als Russland in die Ukraine einmarschierte. Nachdem er um mehr als 2 % nach unten eröffnet hatte, erholte sich der Index und schloss um mehr als 1 %. Ist der Niedergang vorbei?

Der 24. Februar wird als dunkler Tag für Europa und die Welt in die Geschichte eingehen. Russland überfiel seinen Nachbarn, die Ukraine, und am Rande Europas begann ein militärischer Konflikt.

Der Konflikt schwelte und drohte mehrmals außer Kontrolle zu geraten. Darüber hinaus hat der US-Geheimdienst Europa mehrfach vor einer bevorstehenden Invasion der Ukraine durch Russland gewarnt. Darüber hinaus rieten viele Länder, einschließlich der Vereinigten Staaten, ihren Bürgern, die Ukraine lange vor der Invasion zu verlassen.

Mit anderen Worten, die internationale Gemeinschaft wurde nicht völlig überrascht. Welche Überraschung war das Ausmaß der Invasion, als Russland das ganze Land auf einmal angriff.

Der Schock führte dazu, dass Anleger nach Sicherheit in anderen Vermögenswerten als dem Aktienmarkt suchten. So eröffnete der S&P 500, der als Benchmark für den gesamten Aktienmarkt angesehen wird, den Tag mit einem Minus von mehr als 2 %.

Als der Tag jedoch voranschritt und die EU und die Vereinigten Staaten eine Sanktionsrunde gegen Russland ankündigten, begannen die Anleger, den Rückgang zu kaufen. Die Reaktion des Marktes war so heftig, dass der S&P 500-Index alle Verluste wieder gutmachte und den Tag mit einem Plus von mehr als 1 % beendete.

Nur dreimal in der Geschichte des Indexes kam es vor, dass der Index um mehr als 2 % auf ein 6-Monats-Tief fiel und dann wieder aufholte, um den Tag positiv abzuschließen: am 24. Juli 2002, am 16. September 2008 und gestern.

Ist der Niedergang von 2022 also vorbei? Oder ist dies nur eine Bärenmarktrallye?

Das technische Bild spricht für mehr Abwärtsbewegungen

Obwohl sich der S&P 500 offiziell nicht im Bärenmarktgebiet befindet (dh er ist nicht um mehr als 20 % von seinen jüngsten Höchstständen gefallen), sind die Aussichten rückläufig. Zunächst zeigt das technische Bild ein mögliches Kopf- und Schultermuster.

Der Ausschnitt des Musters war bereits gebrochen, bevor der Krieg in Europa begann, und so brachte die gestrige Rallye nur einen erneuten Test. Ein solcher erneuter Test ist beim Handel mit Kopf- und Schultermustern sehr üblich.

Zweitens ist es unwahrscheinlich, dass der Krieg in Europa die Meinung der Fed über die Anhebung des Federal Reserve Rate ändert. Die Fed muss auf die Inflationslücke reagieren, wenn sie das kurzfristige Gesamtangebot wieder ins Gleichgewicht bringen will.

Zusammengenommen deuten das technische und fundamentale Bild kurzfristig auf weitere Abwärtsbewegungen hin. Werden Anleger den Dip dann wieder kaufen?