Dow Jones steigt aufgrund schwacher Einzelhandelsumsätze; Netflix-Aktie steigt dadurch sprunghaft an.
Der Dow-Jones-Index stieg am Montag trotz schwächer als erwarteter Einzelhandelsumsätze und der Äußerungen von Finanzminister Scott Bessent, der Börsenkorrekturen als „gesund“ bezeichnete. Zu den Gewinnern zählte Netflix, dessen Aktienkurs nach einer Hochstufung stieg, während Tesla heute an der Börse deutlich nachgab.
Die Aktien versuchten, nach den jüngsten starken Kursrückgängen an die Erholung vom Freitag anzuknüpfen. Der Dow Jones Industrial Average (Dow Jones)-Index glänzte mit einem Plus von über 200 Punkten bzw. 0,5 Prozent. Walmart übertraf die Konkurrenz mit einem Plus von über 2 Prozent. Nvidia hinkte jedoch am stärksten hinterher und verlor mehr als 1 Prozent.
Der Nasdaq Composite war mit einem Minus von 0,1 % der schwächste der wichtigsten Indizes. Der technologielastige Index ist in diesem Jahr bisher um fast 8 % gefallen. Lululemon Athletica überzeugte hier mit einem Anstieg von über 3 %.
Tesla gehörte mit einem Kursrückgang von rund 4 % zu den größten Nachzüglern. Der Elektrofahrzeug-Markt liegt unter seinen wichtigsten gleitenden Durchschnitten und hat seit Jahresbeginn mehr als 40 % verloren.
Energie strahlt
Der Benchmark S&P 500 stieg um 0,3 % und konnte seinen 200-Tage-Durchschnitt wieder aufholen. Die Sektoren des S&P 500 entwickelten sich heute an der Börse überwiegend positiv. Energie und Immobilien schnitten am besten ab, während lediglich Konsumgüter nachgaben.
Intel ragte mit einem Plus von über 7 % heraus. Auch der Chip-Bestand von Advanced Micro Devices (AMD) zeigte sich stark und legte um fast 5 % zu.
Small Caps gaben heute an der Börse ihre frühen Höchststände ab. Der Russell 2000 Index legte um 0,4 Prozent zu, liegt aber immer noch fast 7 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Wachstumsaktien verzeichneten einen Aufwärtstrend. Der börsengehandelte Fonds Innovator IBD 50 legte um 0,5 Prozent zu. Dennoch wird der Fonds im Jahr 2025 um mehr als 4 Prozent fallen.
Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt am Freitag war das Volumen an der New Yorker Börse und am Nasdaq gemischt.
Einzelhandelsumsätze schwächer als erwartet
Die Aktienkurse stiegen, nachdem das Handelsministerium gemeldet hatte, dass die Einzelhandelsumsätze im Februar im Vergleich zum Januar um bereinigte 0,2 Prozent gestiegen seien.
Dies lag zwar unter dem von Ökonomen erwarteten Wert von 0,6 %, war aber auch besser als der nach unten korrigierte Rückgang des Vormonats von 1,2 %.
Ohne Berücksichtigung der Automobilindustrie stiegen die Umsätze um 0,3 Prozent und entsprachen damit den Erwartungen. Auch die sogenannte Kontrollgruppe, die die Nicht-Kernsektoren ausklammert, verzeichnete ein Plus von 1 Prozent und war damit besser als erwartet.
Eine schwächere Einzelhandelsaktivität wird die Inflationssorgen lindern. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank tagt am Dienstag und Mittwoch. Die Zentralbanker werden die Zinsen mit ziemlicher Sicherheit unverändert lassen. Kommentare von Federal Reserve-Vorsitzendem Jerome Powell nach der Sitzung könnten jedoch weitere Einblicke in den zukünftigen Kurs der Geldpolitik geben.
Bessent: „Korrekturen sind gesund“
Der Markt verarbeitete am Wochenende auch weitere Kommentare von Finanzminister Bessent.
Er sagte gegenüber NBC, Korrekturen seien gesund und normal, doch die Anleger seien weiterhin besorgt über die aktuelle Marktlage. Bessent warnte jedoch davor, dass „euphorische Märkte“ zu einer „Finanzkrise“ führen könnten, und verwies dabei auf das Jahr 2008.
Auch der Wirtschaftspolitiker der Trump-Regierung schloss eine Rezession nicht aus und sagte: „Es gibt keine Garantien.“
Dennoch konnten die Anleger aus dem Interview mit „Meet the Press“ einen kleinen Trost ziehen, als sie von der Aussage des ehemaligen Hedgefonds-Managers hörten.
„Wenn wir langfristig eine gute Steuerpolitik, Deregulierung und Energiesicherheit umsetzen, werden sich die Märkte großartig entwickeln“, sagte Bessent.
Netflix steigt und erreicht erneut wichtige Benchmark
Der Streaming-Dienst Netflix verzeichnete nach einer Hochstufung durch Analysten im Frühhandel Zugewinne. Die Aktie erhielt Auftrieb, nachdem Moffett Nathanson sie von neutral auf kaufen hochgestuft hatte. Zudem erhöhte der Konzern sein Kursziel für das Unternehmen von 850 auf 1.100.
Analyst Robert Fishman glaubt, dass das Unternehmen seine Nutzerbasis künftig besser monetarisieren kann, was „in den kommenden Jahren zu höheren Gewinnen führen wird“.
Die Netflix-Aktie stieg heute an der Börse um fast 4 % und gehörte zu den besten Performern im S&P 500 und im Nasdaq. Wie die Analyse von MarketSurge zeigt, ist die Aktie bei hohem Volumen wieder über ihren gleitenden 50-Tage-Durchschnitt gestiegen.
Dies könnte zwar als Früheinstieg für aggressive Anleger genutzt werden, die aktuellen Marktbedingungen machen den Kaufzeitpunkt jedoch riskant. Sowohl die Gewinn- als auch die Kursentwicklung sind jedoch hervorragend, was sich im bestmöglichen IBD Composite Rating von 99 widerspiegelt.
Source: https://buystocks.co.uk/news/dow-jones-up-amid-weak-retail-sales-netflix-stock-jumps-on-this/