HomeNews2 Gründe, warum US-Aktien trotz einer restriktiven Fed gestiegen sind

2 Gründe, warum US-Aktien trotz einer restriktiven Fed gestiegen sind

Mircea Vasiu

Die Hawkish Fed konnte die Rallye der US-Aktien nicht stoppen. Negative Realrenditen verschrecken die Anleger, da sie stattdessen den Aktienmarkt bevorzugen.

US-Aktien schlossen an dem Tag, an dem die US-Notenbank einen Straffungszyklus einleitete, auf Höchstständen. Natürlich könnte man sagen, dass die Aktien eine restriktive Fed einfach lieben, aber die Bewegung nach oben ist nicht so überraschend.

Steigende Zinsen sind zwar nicht gut für Aktien, aber wenn wir an Alternativen für Anleger denken, dann sehen Aktien gar nicht so schlecht aus. Ja, die Fed hat die Zinsen um 0,25 % angehoben, aber die Inflation liegt bei 7,9 %.

Darüber hinaus zeigen die Prognosen der Fed, dass die Inflation trotz der viel strafferen Geldpolitik der Zentralbank anhalten wird. Warum haben sich die Aktien erholt? Hier zwei mögliche Erklärungen:

  • Negative Realrenditen hängen von den Entscheidungen der Anleger ab
  • Die Zinserhöhung war weitgehend eingepreist

Negative Realrenditen verschreckten Anleger

Die Fed führte die erste Zinserhöhung in einem neuen Straffungszyklus durch, nachdem sie den Leitzins während der COVID-19-Pandemie nahe Null gehalten hatte. Aber verglichen mit der Inflationsrate ist der Anstieg so gering, dass er keinen Unterschied macht.

Die Realrendite ist die Differenz zwischen dem Federal Funds Rate und der Inflationsrate. Da die Inflation 7,9 % beträgt und der Federal Funds Rate nur 0,25 % beträgt, bleibt die Realrendite negativ. Der Abstand ist kaum geschrumpft.

Zudem wird mit einem weiteren Anstieg der Inflation gerechnet. Bis die Fed in sechs Wochen eine neue Zinserhöhung durchführt, könnte die negative Lücke daher sogar noch größer sein.

Daher haben Anleger nur noch wenige Möglichkeiten, als an der Börse zu investieren.

Die Zinserhöhung war weitgehend eingepreist

Eine weitere Erklärung für die gestrige Rally ist, dass die Zinserhöhung weitgehend eingepreist war. Die Fed hat ihre Entscheidung lange im Voraus kommuniziert und kam daher nicht überraschend.

Die anfängliche Abwärtsbewegung kam von einem der Fed-Mitglieder, der bei der gestrigen Sitzung anderer Meinung war und eine größere Erhöhung wünschte. Aber insgesamt erwarteten die Märkte eine restriktive Fed, also gab es keinerlei Überraschungen.