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3 Takeaways nach stärker als erwarteten US-Einzelhandelsumsätzen im April

Mircea Vasiu

US-Aktien erholten sich am Dienstag aufgrund stärkerer Einzelhandelsumsätze im April. Sind die Aktien also über dem Berg, oder sollten wir mit einem weiteren Test der jüngsten Tiefs rechnen?

Inflation ist ein Problem in den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt. Aus diesem Grund stand die gestrige Rede des Fed-Vorsitzenden über den Plan zur Inflationsbekämpfung für die meisten Marktteilnehmer ganz oben auf der Liste.

Aus diesem Grund gab es wenig oder gar keine Reaktion auf ansonsten kritische Wirtschaftsdaten, die etwas früher während der Handelsdaten veröffentlicht wurden – die US-Einzelhandelsumsatzdaten für April.

Der Einzelhandelsumsatzindikator gibt einen Hinweis auf die Form des Verbrauchers. Wenn der Verbraucher nichts ausgibt, hat die Wirtschaft eine schwierige Zeit und wird schließlich schrumpfen.

Die Fed warnte mehrmals davor, dass eine höhere Inflation als das Ziel den Federal Funds Rate erhöhen würde, bis die Inflation deutlich zurückgeht. Das heißt, auch wenn eine so genannte harte Kurskorrektur droht. Und das vielleicht um den Preis einer Rezession.

Daher könnten die Einzelhandelsumsätze für April einige Hinweise auf die Auswirkungen der Verschärfung der Finanzbedingungen durch die Fed gegeben haben, falls vorhanden. Aber anstatt zu enttäuschen, waren die Daten viel besser als erwartet.

Hier sind also einige Takeaways nach den gestrigen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen:

  • Die Einzelhandelsumsätze liegen etwa 18 % über ihrem Vor-COVID-19-Trend
  • Große Aufwärtsrevision zum März
  • Als Reaktion darauf erholten sich die Aktien

Die Einzelhandelsumsätze liegen deutlich über ihrem Vor-COVID-19-Trend

Die April-Einzelhandelsumsätze zeigen einen großen Sprung bei den Kerndaten, mit Ausnahme der Autoverkäufe, die als zu volatil gelten. Es zeigt auch, dass Haushalte online freier waren und mehr Zeit in Restaurants verbrachten.

Aber was wirklich beeindruckend ist, ist, dass die Einzelhandelsumsätze weit über ihrem Vor-COVid-19-Trend liegen – etwa 18 % höher. Zudem liegen sie preisbereinigt rund 11 % über dem Trend.

Die März-Zahl wurde nach oben revidiert

Ein weiterer positiver Aspekt des gestrigen Berichts war die scharfe Revision nach oben für die März-Zahl (+0,9 %). Revisionen sind immer ein Joker bei der Interpretation von Wirtschaftsdaten, da sie für die Marktteilnehmer oft wichtiger sind als die eigentlichen Daten.

Dow Jones und der Rest des US-Aktienmarktes erholten sich als Reaktion darauf

Als Reaktion auf die besser als erwarteten Daten zu den Einzelhandelsumsätzen erholten sich die Aktien. Genauer gesagt verlängerten sie ihre Rallye, nachdem sie letzten Donnerstag (zumindest vorübergehend) einen Boden erreicht hatten.

Aber wie der Tageschart des Dow Jones zeigt, haben die Einzelhandelsumsätze möglicherweise nur einen Aufschwung ausgelöst und nicht mehr. Bisher ist der Trend im Jahr 2022 bärisch und innerhalb des Abwärtskanals bleibt die Tendenz dieselbe – Bärisch.